Geschichte

Eine Geschichte von Radio Stadtfilter

Radio Stadtfilter – Eine Geschichte
Vereinsgründung und erste Sendemonate (2005 – 2006)
Der Verein Radio Stadtfilter wurde 2005 im Kulturzentrum Gaswerk gegründet. Das Ziel war damals, ein lokales «anderes» Radio zu machen. Ein Radio, das progressive Musik spielt, das Winterthurer Kultur behandelt, Winterthurer Sport, in dem überhaupt mehr Platz war für Winterthur. Damals dachte noch niemand, dass es (so bald schon) möglich sein würde, dauerhaft auf Sendung gehen zu können. Relativ unbürokratisch zu erhalten war aber eine Konzession für 30 Tage. Und eine solche wurde Radio Stadtfilter denn auch für den November 2005 erteilt. Gesendet wurde damals vom Goldenberg aus, die Technik in einer Toilette installiert und das Studio im Bandübungsraum einer Privatperson eingerichtet. Das Programm war ein farbiges Gemisch aus Musik(sammlungen diverser Personen), Sport (u.a. Live-Übertragungen von den Spielen des FCWinterthur), Winterthurer Musik (Live-Konzertübertragungen, Interviews mit Winterthurer Bands etc.) und Kultur (Lesungen, Geschichte etc.) sowie einem selbstproduzierten Hörspiel («Das Knie»). Das positive Echo auf dieses Programm, das nur dank dem Engagement von über 60 ehrenamtlichen Personen möglich wurde, bestärkte die MacherInnen im Vorhaben, auch 2006 einen Sendemonat zu realisieren. Im Oktober 2006 ging Radio Stadtfilter zum zweiten Mal auf Sendung, mit ausgebautem Programm und insbesondere erweitert um den «Destillator», ein Informationsmagazin, das von einem Team von rund 20 Personen produziert wurde und sich mit Winterthurer Themen beschäftigte. Mit dem Programm 2006 wurde das Programm etwas professionalisiert und ausgebaut. Es wurde aber auch klar, dass man damit an die Kapazitätsgrenze des für Ehrenamtliche Möglichen gestossen war. Für die Sendemonate der folgenden Jahre wollte man an der Qualität, nicht mehr aber an der Quantität arbeiten.

Ausschreibung einer nichtkommerziellen Frequenz und Konzessionsgesuch (2006 -2008)
Ende 2006 wurde der Vereinsvorstand dann vom Verband der nichtkommerziellen Radios (UNIKOM) darauf aufmerksam gemacht, dass momentan die Anhörung zum neuen Radio und Fernsehgesetz (RTVG) laufe. Und es wurde deutlich, dass jetzt die (wohl für zehn Jahre einmalige) Chance gekommen war, eine nichtkommerzielle Radiofrequenz für Winterthur zu fordern. Entsprechend wurde alles unternommen, das BAKOM von der Notwendigkeit zu überzeugen, Winterthur eine solche Frequenz zuzugestehen. Dafür wurden 2000 Unterschriften gesammelt, wurde bei der Winterthurer Politik und Kulturszene lobbyiert und im Januar 2007 die Stellungnahme den Verantwortlichen beim BAKOM in Biel überreicht. Im Sommer 2007 wurde der Entscheid des UVEK, in Winterthur eine Frequenz für ein nichtkommerzielles Radioprogramm auszuschreiben öffentlich und das hiess für Radio Stadtfilter, ein Konzessionsgesuch einzureichen. In unzähligen Stunden ehrenamtlicher Arbeit wurde dieses ausgearbeitet und am 3. Dezember 2007 beim BAKOM eingereicht. Die Veröffentlichung des positiven Bescheides im Sommer 2008 löste grosse Freude und Motivation aus, sich an die Umsetzung der Pläne für einen dauerhaften Radiobetrieb zu machen.

Radio Stadtfilter seit dem 7.3.2009
Am 7. März 2009 ist Radio Stadtfilter auf 96.3 MHz auf Sendung gegangen. Acht fest angestellte MitarbeiterInnen teilen sich 360 Stellenprozent, der Rest der Arbeit wird von rund 200 ehrenamtlichen SendungsmacherInnen, Technikern und anderen geleistet.